Neulich erzählte mir jemand, mit fremden Menschen sei es letztlich wie mit wilden Tieren: Die haben immer viel mehr Angst vor einem selber als man vor denen. Man muss also gar keine Angst haben, sollte das heißen. Das hatte mich sehr erheitert und beruhigt. Beim nochmal drüber nachdenken (auch über die neuen Nachbarn) fiel mir auf, dass das überhaupt gar kein Grund zur Beruhigung ist, sondern alles noch schlimmer macht. Dann sind die ja erst recht garstig zu einem, wenn sie alle so ängstlich sind. Wenn einen eine Schlange beißt, hat man halt das Gift im Bein, nicht – egal ob sie nur aus Angst zugebissen hat.
Bin ratlos, Agate
soo wahr. leider.
aber die frage ist doch, ob man die schlange oder die fremden deshalb zuerst beisst oder doch lieber nicht.
Aber ich beiße doch gar keine Fremden. Im Wald läuft man doch auch einfach panisch weg, wenn ein großes Tier kommt und wirft nicht mit Steinen nach denen. Schon weil man dazu erst in Ruhe nachdenken müsste. Zumindest ich habe diese Ruhe nicht, aber da kommt es dann vielleicht drauf an, wie die Angst verarbeitet wird. Bei Schlangen ja offensichtlich in Beißreflex, und da ist man dann also in seiner ursprünglichen Angst bestätigt. Gefangenendilemma würden Ökonomen das vermutlich nennen.