Es gibt ja so Dauerbrenner-Themen in Leben: Da war ich nun bei meinem Zahnarzt, habe mir meine 450 Euro Zahnkrone machen lassen, und gleich kommt er mit neuen Ideen. Ich bräuchte unbedingt so eine abgefahrene Sorte elektrischer Zahnbürste für 200 Euro, weil die meine Zähne richtig sauber macht und mir die nächsten 450 Euro spart, und die beste Zahncreme am Markt, die kostet 5 Euro pro Tube. Als ich traurig sagte, mehr Geld für Zähne sei nun wahrlich nicht drin, meinte er, das sei am falschen Ende gespart. Und überhaupt sei doch nun bald wieder Weihnachten, und was eignet sich besser für den Wunschzettel als eine elektrische Zahnbürste! Da steht aber schon eine rückenschonende Bettmatratze drauf, und für das Jahr drauf ein Schreibtischstuhl gegen meinen verspannten Nacken, und weiter wollte ich noch nicht planen, weil ich nicht weiß, wie sich das Verhältnis zu den Schenkern entwickeln wird, und überhaupt, was soll denn das heißen am falschen Ende? Das sagt sich ja immer leicht, wenn man viel Geld hat: An dem Ende muss doch noch was mehr drin sein. Aber welches Ende meint er denn, wo es ruhig fehlen kann? Nicht ständig im Kino alles Geld für Popcorn verballern? Auf dem Rummelplatz nach 6 Runden Achterbahn auch mal an die Gesundheitsrücklagen denken? In eine kleinere Wohnung ziehen, damit die Zahnausgaben bestritten werden können? Weniger waschen? Weniger essen? Wo ist denn hier das richtige Ende?
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Wo bitte gehts zum richtigen Ende?
Veröffentlicht Oktober 29, 2008 kranksein , sonstige Unerfreulichkeiten 13 KommentareTags: Gesundheitsreform, Portfoliostrategien, Sparsamkeit, Zahnarzt
Auch schön:
Veröffentlicht Oktober 14, 2008 krawalle , sonstige Unerfreulichkeiten 4 KommentareTags: Armut, Großmut, Innenstadt, Parkraumbewirtschaftung
Kein Mensch würde schließlich auf den Gedanken kommen kostenlose Wohnungen in Charlottenburg-Wilmersdorf zu fordern.
(Engagierter Bürger zum Thema Aufregung über Parkplatzgebühren in der von SPD/PDS/Grünen finanzierten Parkraumbewirtschaftungs – Werbezeitung.)
1. Die empirische Basis dieser Behauptung scheint mir nicht so groß zu sein, das „kein Mensch“ zu rechtfertigen. Da müssen die Autoren wohl noch mal nachrecherchieren.
2. Es ist aber auch gar nicht als empirische Aussage gemeint, sondern soll die Beschwerde über die Verteuerung des Lebens an dem Vergleich mit zu bezahlenden Wohnungen blamieren. Nur, warum schreiben die Autoren dann, keine kostenlosen Wohnungen in Charlottenburg-Wilmersdorf (= Innenstadt), warum nicht nirgendwo? Weil sie sich kostenloses Wohnen am Stadtrand schon vorstellen können, für die Armen, die kein Geld haben, aber nicht da, wo alle gern wohnen wollen? Wir sehen uns dann im Märkischen Viertel.
Immer noch Parkplatzsorgen
Veröffentlicht Oktober 14, 2008 sonstige Unerfreulichkeiten Hinterlasse einen KommentarTags: Armut, Innenstädte, Parkraumbewirtschaftung, Segregation
Es lässt mich nicht los: Neulich hatten SPD/PDS/GRÜNE eine Parkraumbewirtschaftungszeitung verteilt, wo man noch mal gründlich für die Vorteile der Bezahlparkplätze geworben werden sollte. Ein Argument war: In zentralen Lagen wohnt es sich nun mal teurer, da braucht man sich auch nicht beschweren, wenn es NOCH teurer wird. – Als sei das ein Naturgesetz.
Ich kann mir das nur so erklären: Wer es sich nicht leisten kann in Mitte zu wohnen, soll halt ins Märkische Viertel ziehen, da gibt es Leerstände. Oder Hellerdorf. Marzahn! Wie, das liegt zu weit ab und man kennt da keinen? Wenn man da mal hingezogen ist, wird man die Leute dort schon kennenlernen, man muss sich halt nur ein bisschen Mühe geben. Mensch, es gibt doch wahrlich genug Platz zum Wohnen, aber die Menschen sind einfach zu unflexibel und finden immer was zum Meckern!
So schön ist Demokratie
Veröffentlicht Oktober 9, 2008 sonstige Unerfreulichkeiten 5 KommentareTags: Demokratie, Parkraumbewirtschaftung, Political Engineering, Volksentscheid
Unser oller Bürgerentscheid ist gescheitert, so ein Mist. Dabei ist des Wort BürgerENTSCHEID selbst so schon eine Verarsche – die Bürger können entscheiden, eine EMPFEHLUNG an den Stadtrat auszusprechen. Und jetzt haben die Bürger also offenbar entschieden, dass nichts empfohlen werden muss.
Fast alle, die entschieden haben, haben zwar entschieden, die ABSCHAFFUNG der Parkautomaten zu empfehlen, aber die notwendige Mindestbeteiligung wurde nicht erreicht. Das kann man erstmal respektieren als: Die anderen fanden es offenbar nicht nötig, gegen die Automaten zur Wahl zu gehen. (Muss man aber auch nicht gleich umlügen zur überwältigenden Zustimmung der Anwohner zur Parkraumbewirtschaftung, wie es der SPD-Fraktionschef in der Taz tut.) Wenn man sich mal anschaut, wer alles wahlberechtigt war, dann wundert es weniger, dass 90% nicht gewählt haben: Was haben denn die Leute im Wedding oder in Moabit für einen Grund, gegen die Parkscheinautomaten vor meiner Haustür zu kämpfen? Andersherum würde ich Sonntags sicher auch nicht aufstehen, um für den Erhalt eines Spielplatzes an der Beusselstraße wählen zu gehen.
Weil man aber aus Schaden immer irgendwie klug werden kann, habe ich jetzt folgendes gelernt: Der Zuschnitt der Wahlkreise ist in einem demokratischen Prozess eine ganz entscheidende Größe für die Einigung in Sachfragen. Das nächste Mal, wenn meine WG diskutieren will, ob unser Badezimmer zu dreckig ist und wir öfter mal putzen sollten, werde ich meine neu erworbenen Kenntnisse ins Feld führen und eine demokratische Abstimmung aller Bewohner unserer Straße durchsetzen. Bei Unterschreiten eines freundschaftlich niedrigen Quorums von 10% der Wahlberechtigten fällt das Anliegen durch. Und dann werden wir erstmal mal sehen, ob hier mehr geputzt wird!
Das ist mal richtig Bürgerengagement
Veröffentlicht September 23, 2008 krawalle , sonstige Unerfreulichkeiten 3 KommentareTags: Autofahren, ÖPNV, Initiative, Parkraumbewirtschaftung, Umweltschutz, Volksabstimmung
Die Anwohnerinitiative hat uns eine komplett unverbindliche Volksabstimmung über die Parkschein-Automaten vor unserer Haustür erkämpft, und trotz seines müden, rein empfehlenden Charakters hatte ich das bisher als Lichtblick wahrgenommen. Doch nach einer hitzigen Debatte mit engagierten Umweltbewussten bin ich ins Zweifeln gekommen, ob auf der Erfolg der Abstimmung zu hoffen der richtige Weg ist. Diese Menschen fanden es eine großartige Sache, dass alles rund ums Auto endlich teurer wird, damit das mit der Wirbelstürmen in der Karibik und der Polarschmelze mal aufhört. Ich meinte kleinlaut, dass doch alles schon teurer wird und wenn das so weitergeht, hört bald jede Lebensregung auf, weil das Geld dafür fehlt, aber das fanden sie nicht schlimm, so lange das mit den Autos auch aufhört. Im übrigen würden die Menschen verstärkt öffentliche Verkehrsmittel benutzen, wenn Autos teurer werden. Dass die BVG und die Bahn freilich gar nicht billiger werden, wenn das Parken teurer wird, und es also gar keinen Grund gibt, öfter Bahn zu fahren, sahen sie auch, aber: „Das muss noch kommen. Die Autoverteuerung kann nur der erste Schritt sein.“
Das mit der Umwelt und dem öffentlichen Personenverkehr ist ja in der Tat keine schlechte Sache, aber ich sehe gar nicht ein, dass ich immer noch weniger Geld zum Leben zur Verfügung haben soll, auch wenn es den Menschen in der Karibik durch meine Armut überhaupt nicht besser geht. Folgende weitere Schritte habe ich mir also überlegt:
Wir gründen einen Tarifverbund, der die Kosten von Autoverkehr und öffentlichem Personenverkehr umgestaltet. Die Politik ist bisher noch nicht dazu gekommen, aber die haben auch viel zu tun und Deutschland sind ja eh wir, wenn ichs richtig verstanden habe, und das heißt, dass nichts anders wird, wenn wir es nicht selbst in die Hand nehmen. Der „Tarifverbund Mensch und Umwelt“ wird als erster in Deutschland eine gemeinsame Fahrpreisstrategie für den öffentlichen und privaten Personenverkehr beschließen. Der Tarifverbund ist genossenschaftlich organisiert und die Mitglieder entscheiden über die Angemessenheit der Tarife. Umweltbelange sollen bei der Tariffestsetzung ausdrücklich mit berücksichtigt werden. In regelmäßigen Abständen wird der Tarifverbund über eine Erhöhung oder Senkung der Tarife beraten. Wir drucken eigene Tickets für Mitglieder des Tarifverbundes, die alternativ zu BVG-, Bahnfahr- oder Parkscheinen erworben werden können. Nach Abzug der Verwaltungskosten übrige Einnahmen werden an die Verkehrsbetriebe überwiesen. Wir machen unsere eigene ökologische Tarifreform! Und weil das Projekt so ökologisch ist, traut sich keiner, was gegen unsere selbstgedruckten Ticket zu sagen. Und das Modell wird sich wie ein Flächenbrand in der Stadt ausbreiten, wenn die anderen Fahrgäste erstmal merken, dass wir für 1,20 hin und zurück nach Sans Souci fahren und deswegen noch Geld für Eis haben. Bei der Bundesbahn sehe ich noch viel größere Einsparpotentiale.
Anfragen zu Franchise in anderen Regionen an: kaszewska@tarifverbund.info
Die Bildungsreform muss kommen!
Veröffentlicht August 30, 2008 lohnarbeit , sonstige Unerfreulichkeiten 5 KommentareTags: Amt, Arbeit, Ausbildung, Schule
Ist ja gar nicht so leicht sein eigener Arbeitskraftunternehmer zu werden. Die ganzen Formulare beim Finanzamt habe ich auch nach mehrmaligem Lesen nicht verstanden. Bisher dachte ich immer, das sei ein Problem niedriger Schulbildung. Jetzt weiß ich, dass das Hochmut war. Zum Glück gibt es aber bald eine Bildungsreform, wo man ab der dritten Klasse schon Unterricht in Betriebswirtschaft und Jura bekommt. Da kann dann sowas nicht mehr so leicht passieren.
(Es sei denn bis man aus dem Grundschulalter die Arbeitsmarktreife erlangt, sind die ganzen Vorschriften schon wieder so verändert, dass einem das ganze Pauken nichts genützt hat.)
Da wollen wir nicht hin
Veröffentlicht Juli 5, 2008 krawalle , sonstige Unerfreulichkeiten 2 KommentareTags: Jobcenter, Miete, Rechtsstaat
Das Jobcenter hatte sich geweigert, meine Miete zu zahlen, als guter Staatsbürger habe ich von meinem Widerspruchsrecht Gebrauch gemacht. Weil aber mein Widerspruch einen Tag zu spät beim Amt ankam, haben sie sich wiederum geweigert, meinen Widerspruch zu bearbeiten. Beim Amtstermin wurde mir freundlich gesagt:Den KÖNNEN sie nicht bearbeiten, das GEHT nicht. Als ich freundlich zurückfragte, WARUM das nicht geht, der Widerspruch ist doch da, sagte man mir ernsthaft: Da könnte ja jeder kommen, und wo kämen wir denn da hin. Ja, wo kämen wir denn da hin?, fragte ich, aber ich habe keine Antwort bekommen, ich sei eine kluge Person und könne mir das selber überlegen.
Hier das Ergebnis meiner Überlegungen:
Worst case I. Leute wohnen einfach irgendwo, ständig kommen neue Leute dazu und wollen auch wohnen, und es werden immer mehr und das mit dem Wohnen-wollen nimmt gar kein Ende, und schließlich bilden die sich alle ein, sie hätten ein Recht darauf irgendwo zu wohnen, und sehen nicht ein, warum sie das nicht sollen. – Es gelang mir irgendwie nicht, das schlimm zu finden. Als Betroffene bin ich da aber vielleicht parteiisch.
Worst case II. Leute finden gefallen am Verschleppen von Anträgen. Pünktlichkeit wird als Tugend entwertet, zumal von den Arbeitslosen, die damit ihre „Wiedereingliederungschancen“ ins Bodenlose senken. Die Gesellschaft fällt auseinander, weil niemand mehr pünktlich zu Terminen erscheint, nicht einmal privaten Verabredungen. Sozialkontakte werden unmöglich, die Vereinsamung der Menschen erreicht ihren Höhepunkt. Die Produktion bricht zusammen und vereinzelt wird wieder Subsistenzwirtschaft betrieben. Wer Feldarbeit nicht beherrscht oder nicht mag, verhungert kläglich. – Ich kann keine Hacke bedienen, da will ich auch nicht hin. Vielleicht haben die beim Amt doch recht. Im Gegensatz mir durchschauen sie die Zusammenhänge halt besser.
Schade um das schöne Geld…
Veröffentlicht Juni 27, 2008 sonstige Unerfreulichkeiten 12 KommentareTags: Bildungsstandort Deutschland, Rauchen, Steuern
Es gibt eine neue Kampagne der Bundesregierung zum Thema Rauchen: „Schwarz-Rauchen schadet allen!“ Statt zu klagen, dass Rauchen krank macht, klagt die Regierung jetzt, dass es keine Einnahmen bringt: Dem Staat entgehen durch unversteuerte Zigaretten irrsinnige Milliardenbeträge an Steuereinnahmen, so dass kein Geld für Schulen und soziale Projekte mehr da ist. Mist! Da kann man wohl nur hoffen, dass die Nichtraucherkampagnen nicht wirken, denn sonst fehlt bald noch mehr Geld. Und wer soll dann die Schulen und sozialen Projekte bezahlen? Müssen unsere Kinder bald alle Analphabeten bleiben? Man glaubt immer gar nicht, was für weitreichende Konsequenzen so eine kleine, scheinbar private Entscheidung hat.
Denkt dran: Nicht-Rauchen schadet allen!
Neulich in die Schlange vons Arbeitsamt
Veröffentlicht April 30, 2008 krawalle , sonstige Unerfreulichkeiten Hinterlasse einen KommentarTags: Frust, Gruppendynamik, Jobcenter, Spiele
Wir standen über eine Stunde in Schlängellinie zwischen dem Absperrband. Im Brief hieß es, ich solle meine Unterlagen am Empfang abgegeben. Dass das nicht wie woanders in 5 Minuten geschehen ist, hatte ich mir gedacht, aber nicht dass man eine Stunde braucht, um überhaupt zum Empfang durchzukommen, egal was für eine kleine Frage man hat. Schwangere und Schwerbehinderte dürfen freundlicherweise vor, alle anderen müssen stehen, egal wie alt oder krank sie sind. Nach 10 Minuten hörte das auf lustig skuril zu sein und wurde nur öde und machte mir Rückenschmerzen. Später begann ich mich mit den Leuten um mich rum zu unterhalten. Einer kam auf die Idee mit dem Domino: Man muss irgendwas Gemeinsames mit dem Hintermann finden, und der wiederum mit seinem, und so weiter, und wenn die Kette unterbrochen ist, fallen alle der Reihe nach um. Das machte Spaß und sah durch die Kurven sehr hübsch aus. Nach einer Weile Domino wurde die Stimmung lockerer und schließlich ließen sich die meisten mit Schwung auf ihren Hintermann fallen. Die Wärter schauten mit ausdruckslosem Blick zu. Erst als dann mal jemand nicht zum Schalter ging, weil er gerade unter einem Haufen Menschen lag, kam eine Sachbearbeiterin und sagte entschieden, wenn das nicht sofort aufhöre, dann würden wir alle nach Hause geschickt, und bekämen kein Geld wegen fehlender Mitbewirkung nach Paragraph 2 Sozialgesetzbuch oder so. Wir seien schließlich nicht zum Vergnügen hier. Alle stellten sich schnell wieder artig auf und hörten auf zu reden. Die Langeweile ging weiter.
Neuer Dienst meiner Stadtverwaltung am Einwohner – Antwort steht noch aus
Veröffentlicht März 5, 2008 krawalle , sonstige Unerfreulichkeiten 7 KommentareTags: Ökonomie, Parkraumbewirtschaftung, Stadtverwaltung
In meinem Viertel haben sie jetzt Parkscheinautomaten vergraben und wir hatten deswegen einen Stromausfall. „Parkraumbewirtschaftung“ nennt das die Behörde, und schreibt versöhnlich, Parkraumbewirtschaftung also sei „keine Schikane, sondern eine Hilfe“, und zwar für die Anwohner. Die werden per Brief dazu aufgefordert sich darüber zu freuen, dass man jetzt endlich nicht mehr lästig nach Parkplätzen suchen muss. Ach ja? Davon, dass man fürs Parken plötzlich bezahlen muss, hat noch überhaupt niemand einen Parkplatz. Vielmehr wird Parken einfach nur teurer, und zwar kostet es jetzt 13 Euro pro Tag. Das ist nebenbei gesagt mehr als meine Wohnungsmiete, was aber nur daran liegt, dass ich mir keine größere Wohnung leisten kann. Da ich selber gar kein Auto habe, komme ich um die 13 Euro jeden Tag drum herum, aber das ist plötzlich gar kein Vorteil, sondern ein Nachteil, denn man kann bei der Behörde für etwas über 30 Euro eine Jahreskarte kaufen. Die lohnt sich schon bei drei Tagen parken, nur muss man dafür das Nummernschild dem Amt angeben. Wenn man ab und zu mal ein Auto borgt, wenn man eins braucht (was die Parkplatzsituation für die Anwohner und alle die „zum Arbeiten, Einkaufen oder zum Vergnügen“ kommen im Gegensatz zu diesen blöden Automaten echt mal verbessert), kann man keine Jahreskarte bekommen, weil man die Autonummer nicht erst dann eintragen kann, wenn man sieht, was für eine Nummer auf dem Auto draufsteht, was man da ausgeliehen hat – weil da könnte ja jeder kommen, und dann gäbe es bald einen Schwarzhandel mit Anwohnerparkscheinen, und die Drogenmafia in dem Gebiet, die gerade zurückgedrängt werden soll, würde neue Arbeitsfelder erschließen und Leuten wegen Anwohnerparkscheinen auflauern, die zu horrenden Preisen gehandelt werden, und dann fliesst das ganze Geld nicht in die Stadtkasse, für die das hauptsächlich eine Hilfe sein soll, auch wenn der Bezirksstadtrat den Punkt in seinem Brief vergessen hat zu erwähnen. Es gibt gegen die Verteuerung des Lebens hier eine Bürgerinitiative, die Unterschriften sammelt, aber das scheint niemanden zu beeindrucken, denn die Automaten wurden schon vergraben, das signalisiert Entschlossenheit der Behörde. Was es bräuchte wäre eine entschlossene Bürgerinitiave, die die Automaten zertrümmert. Die Pflastersteine liegen ja alle noch rum.