Dann mal los, nicht?

Da dachte ich doch, die Milch wäre alle, dabei war sie nur gefroren. Super, es gibt doch noch Frühstück! Nach meinem Wochenende behaupte ich mal: Sachsen-Anhalt ist genau so wie mans sich erzählt – jede Menge deprimierende Existenzen: Arbeitslose, Alkoholiker, Nazis, verfallene Bahnhöfe, verfallene Häuser, verfallene Fabriken. Eine schöne Illustration, wies aussieht, wenn eine Gegend für die Kapitalverwertung weitgehend uninteressant ist, und damit auch die Leute, wenn sie nicht bereit sind, zum Lohnarbeiten in die Schweiz zu fahren. Und dann muss man sich also wieder fragen, ob man gut dran ist oder schlecht, wenn man leidet, weil man ständig zur Arbeit muss. Ich sage: Das kann so nicht weitergehen. Lasst Euch nichts einreden!

3 Responses to “Dann mal los, nicht?”


  1. 1 Fred Oktober 24, 2007 um 18:44

    Ich komme selber aus Sachsen-Anhalt und ich mag meine Heimat. Es stimmt, dass viele Leute arbeitslos sind, aber das ist ja kein Grund drüber herzuziehen.

  2. 2 Rod Oktober 26, 2007 um 12:04

    Is ja wohl ne bißchen falsche Wahl, entweder mittellose Arbeitslosigkeit oder trotzdem ätzende Lohnarbeit als gut dran zu beschreiben. Dabei ist gegen Freisetzung von der Arbeit an sich ja wenig zu sagen, abers lähmt die meisten Menschen halt, nicht nur, weils sie mit dem Notwendigsten auskommen müssen, sondern weils sie zu Taugenichtsen und Versagern stempelt; das ist schon deprimierend anzusehen. Und die Aktiven zieht das Kapital ab. Aber was hat das alles mit deiner Frühstücksmilch zu tun? Und wie in Allerherrgotsfrühe und Teufels Namen hat die bloß einfrieren können? Und wie hast du es geschafft, sie trotz festem Aggregatzustand frühstückstauglich zu machen?

  3. 3 hardtofind Oktober 26, 2007 um 20:05

    Fred, da hast du was falsch verstanden. Ich hatte nicht über die Gegend herziehen wollen, sondern war ehrlich betroffen von meinem Besuch da.* Und am meisten schockiert hat mich, dass meine Guides da überall nur arbeitsscheues Pack sahen, während mir die ganze Zeit zum Heulen war. Und mit meiner Frühstücksmilch hat das Folgendes zu tun: Tage ohne Frühstück sind auch sehr deprimierend, vor allem, wenn man schon Müsli eingeschüttet hat und dann die Mitbewohner verflucht, weil die Milch alle ist. Das kann schon bewußtseinserfüllende Breite bekommen, so ein Gefühl. Das mit dem Einfrieren kommt wenn man den Kühlschrank zu kalt eingestellt hat, also stellt euren nie auf 5! Andererseits hält sich gefrorene Milch vielleicht länger und dann hat man immer was parat, wenn mans braucht? Ich mags auf den Versuch aber nicht ankommen lassen und habe den Kühlschrank jetzt auf 4 eingestellt, falls Euch das interessiert. (Rufe im Hintergrund: Ja! Ja!)

    * Wenn überhaupt ziehe ich ohnehin nur über die Einrichtung der Gesellschaft hier her und nicht über Landstriche.


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