Ein Titel muss ja nicht immer zum Text passen.

Naja, was ich eigentlich hatte sagen wollen: Ich bin von einer spontanen Depression heimgesucht, deswegen schickt stimmungsaufhellende Drogen und Bonbons! Ich hatte schon überlegt, ob ich vielleicht wieder mehr arbeiten sollte, aber das spricht leider nicht für meine Arbeit, nur irgendwie gegen mich. Es zeigt aber, wie verstellt der Weg zum Glück hier doch ist, wenn das, woran man die ganze Zeit leidet, plötzlich der Weg wird, wenigstens nicht noch mehr zu leiden. Wenn ich nicht so antriebslos wäre, würde ich jetzt furchtbar wütend werden, aber was würde das schon bringen, und vielleicht ist genau das das Problem. Bald wirds besser – nicht die Welt zwar, zumindest aber mein Befinden – und dann bin ich wieder eure tapfere Agate.

3 Responses to “Ein Titel muss ja nicht immer zum Text passen.”


  1. 1 Bobo Oktober 27, 2007 um 18:48

    gute agate, es schreibt dir dein alter onkel bobo, der sich grad im amazonasbecken rumschlägt. und was muß er da lesen? daß sie sich nicht aufraffen kann, sich um ihr eignes gutgehen zu kümmern! weil verfallene bahnhöfe und verfallene fabriken und verfallende menschen ihre seele niederhalten? hier ist alles grün und leben. und die sümpfe sind ganz anderer art. wenn bei den hiesigen mal einer hineingerät, so ruft er, und alle kommen mit schlingen und langen stäben ausgerüstet angebraust, um ihn rauszufischen. dann hat der ne menge grüne schlieren über dem körper. naja, die leute sagen, das mache die haut geschmeidig und schütze vor uvb-strahlen. es heißt auch, es habe einmal eine frau namens ribitubolida gegeben, die den plan entwickelte, aus den sümpfen eine schutzcreme zu gewinnen. leider sind alle produktionsstätten nach wenigen wochen im boden versunken, man mußte sie nämlich direkt an ort und stelle errichten, um die schlieren nicht zu verderben.
    ich glaube, ich weiche ab. was ich sagen wollte: wenn die leute hier bedrückt sind, was wegen der hohen luftfeuchtigkeit doch ab und an mal vorkommt, dann richten sie sich einfach nach dem alten newtonschen sprichwort: actio und reactio. gegen bedrückende arbeit hilft nur aufrichtende arbeit oder handstandmachen. manche haben es dabei zu einer solchen meisterschaft gebracht, daß sie im handstand noch schals stricken können. das ist natürlich nur folklore, denn großen gebrauchswert haben schals hier nicht. nur zum an die wand hängen eben. und was so ein schal an der wand ausmacht, das ist wirklich nicht geringzuschätzen, allein wegen seines symbolischen werts, die bedrückung im handstand gemeistert zu haben. das gibt dann gleich mut noch gegen allerlei andere drückungen, die verdrückung, die zerdrückung und die unterdrückung und was es alles noch an unschönen verhältnissen hier und jetzt gibt.
    also ohren steif, agate, und fahrtwind aufnehmen, der pfeift, aber nicht selten klingt er wie musik.

    mit aufrichtenden wünschen, dein alter bobo

  2. 2 alkohol Oktober 31, 2007 um 11:54

    Hallo Agate,

    zwar könnte ich Dir Stimmungsaufheller schicken, aber bloß ein paar würden so schnell nichts nützen, da sich erst ein Spiegel aufbauen muss und daher die aufhellende Wirkung erst nach ein paar Wochen eintritt.
    Aber andererseits hätte vielleicht das Geschenktbekommen der pharmazeutischen Wundersubstanzen schon eine aufhellende Wirkung.
    Soll ich?

  3. 3 hardtofind Oktober 31, 2007 um 18:06

    Au ja, Geschenke!


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s





%d Bloggern gefällt das: